Eine eSIM ist – im Prinzip – eine in ein Gerät integrierte SIM-Karte, die über ein eSIM-Profil immer wieder neu beschrieben werden kann mit immer wieder neuen Tarifen und Anbietern. Das funktioniert in der Regel über einen sogenannten QR-Code – ein rechteckiger Block aus lauter Punkten, der mit einer Smartphone-Kamera gelesen werden kann. Dieser QR-Code enthält einen Link zu einem Server des jeweiligen Anbieters, wo das eSIM-Profil liegt, und Informationen zu dem zu nutzenden Tarif. Das Smartphone (oder der eSIM-fähige Router) benötigt nun eine Internetverbindung, um auf dieses eSIM-Profil zuzugreifen, es einzulesen und auf seine interne SIM-Karte zu schreiben.
Der größte Vorteil dieser Lösung ist, dass man sich online einen Tarif kaufen und sofort nutzen kann, ohne erst in einen Laden zu gehen oder auf das Eintreffen der SIM-Karte warten zu müssen. Außerdem gibt es zahllose eSIM-Anbieter, die zum Teil sehr interessante Tarife anbieten. Zum Beispiel bekommt man in Österreich bereits für unter 20 € einen Monat unlimitiertes Internet auf Prepaidbasis. In Spanien bekommt man für 20 Euro 350 GByte, in Dänemark und vielen anderen Ländern sieht es ähnlich aus. Alle diese Tarife sind auch als eSIM erhältlich.
Da die meisten Mobilfunk-Router – aber auch viele ältere (und manche aktuellen) Smartphones – keine Möglichkeit haben, ein eSIM-Profil zu nutzen, gibt es eine Lösung, wie man eine eSIM auch in einem normalen Router nutzen kann. Das Zauberwort heißt „physische eSIM-Karte„. Diese beschreibbare SIM-Karte wird in einem Android-Smartphone mit dem eSIM-Profil beschrieben und arbeitet danach in jedem Smartphone oder Router wie eine normale SIM-Karte. Sie kann immer wieder neu beschrieben werden.
